Frau & Beruf

Daten & Fakten

Wie ist die berufliche Situation von Frauen in Baden-Württemberg? Welche Herausforderungen und Hürden stellen sich ihnen? Und welchen Beitrag leistet die Arbeit des Landesprogramms Kontaktstellen Frau und Beruf dazu, diese Situation zu verbessern?

Umfragen zur Arbeit des Landesprogramms sowie Statistiken zur Berufssituation von Frauen und Männern in Baden-Württemberg helfen dabei, diese Fragen zu beantworten. Diese Informationen sind wichtige Orientierungspunkte und ermöglichen es den Kontaktstellen Frau und Beruf zugleich, ihre Angebote an den aktuellen Unterstützungsbedarf sowie an wirtschaftliche und gesellschaftliche Gegebenheiten anzupassen. Zudem untermauern sie, wie wichtig gerade heute das Engagement des Landesprogramms für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben ist.

Die Arbeit des Landesprogramms

Seit nunmehr 25 Jahren engagieren sich die Kontaktstellen Frau und Beruf für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben. Erhebungen zur Reichweite ihres Angebots sowie zu Kundinnenstruktur und -zufriedenheit geben einen Überblick über Qualität und Wirksamkeit der Arbeit des Landesprogramms und helfen dabei, seine Leistungen zielgerichtet zu optimieren.

  • In Baden-Württemberg unterhält das Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf zwölf Kontaktstellen an neunzehn Standorten (Stand 2019).
  • Fast 10.000 Frauen und Mädchen beraten wir jährlich kostenlos zu beruflichen Themen (Stand 12/2017).
  • 65% der Frauen, die sich beraten lassen, sind zwischen 31 und 50 Jahre alt. Der Anteil der 41- bis 50-Jährigen ist von 2009 bis 2017 um ca. 5% auf 36% zurückgegangen.
  • Die Mehrheit der Rat suchenden Frauen sind gut qualifiziert: 46% verfügen über einen in Baden-Württemberg anerkannten Berufsabschluss, 37% sogar über ein abgeschlossenes Studium. 8,5% der Frauen haben keinen oder noch keinen Berufsabschluss (Stand 12/2017).

Ergebnisse unserer, durch einen externen Dienstleister durchgeführten, Kundinnenbefragung:

  • 94% unserer Kundinnen bewerten unser Angebot als gut oder sehr gut (Stand 2016; 2013: 84%).
  • 89% unserer Kundinnen würden uns weiterempfehlen (Stand 2016).
  • 9 von 10 Kundinnen wurden nach der Beratung aktiv, sei es, dass Bewerbungen geschrieben wurden (45%) oder man sich weiter informiert hat (44%) (Stand 2016).
  • Der Vergleich der Erwerbssituation der Kundinnen vor und nach der Beratung verdeutlicht den Arbeitserfolg der Kontaktstellen:
    Der Nichterwerbstätigenanteil sank von 28% auf 15%. So waren nach der Befragung 15% der Kundinnen in Vollzeit beschäftigt (zum Beratungszeitpunkt 11 %); 35% arbeiteten in Teilzeit (vorher 23%).

Die Arbeitswelt von Frauen und Männern

Karriere, faire Bezahlung, adäquate Arbeitszeiten, Altersvorsorge, Vereinbarkeit von Beruf und Familie – für die meisten Frauen sind diese Ziele noch immer schwieriger zu erreichen als für Männer. Und das trotz sehr positiver Entwicklungen in den vergangenen Jahren. Einige Daten und Fakten hierzu:

Erwerbstätigkeit

  • Der Frauenanteil an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten betrug im Juni 2018 in Baden-Württemberg 45,1%
  • Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen ist dabei von 1.632.000 (2000) auf 1.969.412 (2015) angestiegen und lag 2018 sogar bei 2.103.026. Die Beschäftigungsquote von Frauen stieg von 46,3% über 54,4% auf 56,4% im Jahr 2017 [zum Vergleich: Anstieg bei Männern von 60% (2000) auf 64,4% (2017)]
  • Die Zahl der selbstständig tätigen Frauen in Baden-Württemberg ist nach einem deutlichen Anstieg (2000: 128.000; 2015: 181.000) leicht zurückgegangen (2017: 171.900 Frauen). Zum Vergleich: Bei Männern sank die Anzahl von 380.000 (2015) auf 355.800 (2017). Der Frauenanteil an allen Selbstständigen blieb zwischen 2015 und 2017 nahezu unverändert (32,6%). Die Zahl der Frauen in Führungspositionen hat sich von 75.000 (2012) auf 83.000 (2015) erhöht. Dieser Wert blieb 2017 unverändert. Der Frauenanteil an allen Führungskräften lag 2017 mit 27,5% auf dem Niveau des Jahres 2015.

Ausbildung

  • Während 2000 nur rund 1.507.000 (70,7%) der erwerbstätigen Frauen in Baden-Württemberg über einen beruflichen Ausbildungs- oder Hochschulabschluss verfügten, waren es 2015 2.082.000 (79,6%) – und 2017 sogar 2.150.800 Frauen (79,9%). Zum Vergleich Entwicklung bei Männern: 77,5%, 82%, 81,2%.
  • Fast 30% der Frauen in Baden- Württemberg verfügten 2017 über Abitur oder Fachhochschulreife – 2005 betrug ihr Anteil nur 19,1% (zum Vergleich: Männer 35,2 bzw. 25,6%).
  • 104.764 Frauen in Baden-Württemberg absolvierten 2017 eine Ausbildung. Dieser Wert lag etwa auf dem Niveau von 2015 (104.342).
  • Die Zahl der Studentinnen stieg von 85.101 im Wintersemester 2000/2001 auf mehr als 169.700 im Wintersemester 2015/2016. Im Wintersemester 2017/2018 lag die Zahl der Studentinnen noch höher – bei 171.700 (Entwicklung bei Studenten im gleiche Zeitraum: 108.899; 190.444; 188.047).

 

Quellen:

Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Statistisches Landesamt BW, Berechnungen des IAB, Statistisches Bundesamt: Mikrozensus; Kundinnenbefragung – Evaluation zum Landesprogramm „Kontaktstellen Frau und Beruf“ in Baden-Württemberg, 2016.

Kontaktstellen und Standorte

Freiburg - Südlicher Oberrhein:
Freiburg
Offenburg

Heilbronn-Franken:
Heilbronn
Schwäbisch Hall
Tauberbischofsheim

Karlsruhe - Mittlerer Oberrhein:
Karlsruhe

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Mannheim
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Nordschwarzwald:
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Ostwürttemberg:
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Ludwigsburg

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Region Stuttgart:

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