Frau & Beruf

Daten & Fakten

Wie ist die berufliche Situation von Frauen in Baden-Württemberg? Welche Herausforderungen und Hürden stellen sich ihnen? Und welchen Beitrag leistet die Arbeit des Landesprogramms Kontaktstellen Frau und Beruf dazu, diese Situation zu verbessern?

Umfragen zur Arbeit des Landesprogramms sowie Statistiken zur Berufssituation von Frauen und Männern in Baden-Württemberg helfen dabei, diese Fragen zu beantworten. Diese Informationen sind wichtige Orientierungspunkte und ermöglichen es den Kontaktstellen Frau und Beruf zugleich, ihre Angebote an den aktuellen Unterstützungsbedarf sowie an wirtschaftliche und gesellschaftliche Gegebenheiten anzupassen. Zudem untermauern sie, wie wichtig gerade heute das Engagement des Landesprogramms für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben ist.

Die Arbeit des Landesprogramms

Seit 20 Jahren engagieren sich die Kontaktstellen Frau und Beruf für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben. Erhebungen zur Reichweite ihres Angebots sowie zu Kundinnenstruktur und -zufriedenheit geben einen Überblick über Qualität und Wirksamkeit der Arbeit des Landesprogramms und helfen dabei, seine Leistungen zielgerichtet zu optimieren.

  • In Baden-Württemberg unterhält das Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf zwölf Kontaktstellen an neunzehn Standorten (Stand 2015).
  • 14.000 Frauen und Mädchen beraten wir jährlich kostenlos zu beruflichen Themen (Stand 2013).
  • 72,8% der Frauen, die sich beraten lassen, sind zwischen 31 und 50 Jahre alt. Der Anteil der 41- bis 50-Jährigen nimmt zu und ist von 2006 bis 2009 um fast 10 Prozent auf 41% gestiegen.
  • Die Mehrheit der Rat suchenden Frauen sind gut qualifiziert: 55% verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung, 34% über ein abgeschlossenes Studium. 7% der Frauen haben keinen oder noch keinen Berufsabschluss (Stand 2009).
  • 84% unserer Kundinnen bewerten unser Angebot als gut oder sehr gut (Stand 2013).
  • 88,6% unserer Kundinnen würden uns weiterempfehlen (Stand 2013).
  • 86,5% unserer Kooperationspartner – darunter Unternehmen, Verbände, Netzwerke und die Agentur für Arbeit – bewerten das Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf als gut oder sehr gut (Stand 2013).
  • Fast zwei Drittel der regionalen Kooperationspartner sprechen den Kontaktstellen einen hohen oder sehr hohen Wirkungsgrad bei der Erschließung des Fachkräftepotenzials von Frauen zu (Stand 2013).

Quellen:

  • Nachgefragt. Kontaktstellen Frau und Beruf Wirkungsanalyse ihrer Tätigkeiten in Baden-Württemberg, 2011
  • Studie der Prognos AG – Evaluation zum Landesprogramm „Kontaktstellen Frau und Beruf“ in Baden-Württemberg, 2013

Die Arbeitswelt von Frauen und Männern

Karriere, faire Bezahlung, adäquate Arbeitszeiten, Altersvorsorge, Vereinbarkeit von Beruf und Familie – für die meisten Frauen sind diese Ziele noch immer schwieriger zu erreichen als für Männer. Und das trotz sehr positiver Entwicklungen in den vergangenen Jahren. Einige Daten und Fakten hierzu:

Erwerbstätigkeit

  • Der Frauenanteil an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten betrug 2015 in Baden-Württemberg 45,2 Prozent
  • Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen stieg dabei von 1.632.000 (2000) um 20,7 Prozent auf 1.969.412 im Jahr 2015 an. Im gleichen Zeitraum stieg die Beschäftigungsquote von Frauen von 46,3 Prozent auf 54,4 Prozent [zum Vergleich: Anstieg bei Männern von 60 Prozent (2000) auf 63,2 Prozent (2015)].
  • Seit der Jahrtausendwende wuchs auch die Zahl der selbständig tätigen Frauen in Baden-Württemberg deutlich: von 128.000 (2000) auf 181.000 im Jahr 2015 an (+ 41,4 Prozent; zum Vergleich: Anstieg bei Männern von 354.000 (2000) auf 380.000 (2015)). Der Frauenanteil an allen Selbständigen stieg damit gleichzeitig von 26,6 auf 32,7 Prozent an
  • Die Zahl der Frauen in Führungspositionen stieg von 32.000 (2000) um 165,5 Prozent auf 85.000 (2015). Der Frauenanteil an allen Führungskräften erhöhte sich damit von 16,5 auf 25,3 Prozent.

Ausbildung

  • Im Jahr 2000 verfügten rund 1.507.000 (70,7 Prozent) der erwerbstätigen Frauen in Baden-Württemberg über einen beruflichen Ausbildungs- oder Hochschulabschluss. 2015 waren es 2.082.000 (79,6 Prozent; zum Vergleich: Anstieg bei Männern von 77,5,3 Prozent auf 82 Prozent).
  • 27,8 Prozent der Frauen in Baden-Württemberg verfügten 2015 über das Abitur oder die Fachhochschulreife – 2005 betrug ihr Anteil noch lediglich 19,1 Prozent (zum Vergleich: Männer 33,1 bzw. 25,6 Prozent)
  • 104.342 Frauen in Baden-Württemberg absolvierten 2015 eine Ausbildung, 2000 waren es noch 99.383 Frauen
  • Die Zahl der Studentinnen stieg von 85.101 im Wintersemester 2000/2001 auf über 169.700 im Wintersemester 2015/2016 und hat  sich damit nahezu verdoppelt (zum Vergleich: Anstieg bei Männern von 108.899 auf 190.444 um 74,9 Prozent.

Quellen:

Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Statistisches Landesamt BW, Berechnungen des IAB, Statistisches Bundesamt: Mikrozensus

Kontaktstellen und Standorte

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