Erfolgsgeschichten

Zwei Perspektiven - ein Erfolg

Die Kontaktstellen Frau und Beruf kooperieren auf vielfältige Weise mit Unternehmen aus der Region. Wie eine solche Kooperation funktioniert, haben Barbara Sand, Beraterin in der Kontaktstelle Schwarzwald-Baar-Heuberg, und Rudolf Reim, Geschäftsführer der expert HOERCO GmbH in Villingen, jeweils aus ihrer Perspektive berichtet. Mit Unterstützung der Kontaktstelle Frau und Beruf in Villingen-Schwenningen hat Martina Meister eine neue Stelle gefunden.

Barbara Sand:
Wir bieten unter anderem die Matching-Veranstaltung „Face To Face“ an, bei der wir Frauen einladen, die zuvor in unserer Beratung waren, die eine Vorstellung haben, wie ihre berufliche Zukunft aussehen soll und ihre Stärken benennen können. Als Martina Meister sich bei uns meldete, ging es ganz schnell. Die Veranstaltung stand an und es schien uns, nach einem ausführlichen Telefonat, als wäre sie auch ohne eine umfangreiche Beratung im Vorfeld bereit, teilzunehmen.

Die Veranstaltung ist in drei Module unterteilt. Im ersten Modul  erarbeiten die Frauen zusammen mit einer Karriereberaterin ein persönliches Profil, in dem ihre Kompetenzen und Fähigkeiten analysiert und fixiert werden, welche Aufgaben und was für einen Arbeitgeber sie sich wünschen. Zusätzlich bekommen die Frauen Tipps, wie sie sich ihrem zukünftigen Arbeitgeber gegenüber am besten präsentieren können.

Parallel laden wir Unternehmen aus der Region ein, die passende Stellen anbieten. Das Interesse daran ist groß. Mit deren Personalverantwortlichen erarbeiten wir ein Profil, welche Art von Bewerberin für ihren Betrieb geeignet wäre. Auch Rudolf Reim, Geschäftsführer von expert HOERCO GmbH, hatte sein Unternehmen an dieser Stelle vertreten. Es zeigte sich, dass Anforderung und Stellenausschreibung nicht hundertprozentig übereinstimmten. Diese unterschiedliche Auffassung haben wir häufiger. Eigentlich wird jemand anderes gesucht, als es die Ausschreibung vermittelt. Unternehmen sind dann enttäuscht, weil sie keine passende Bewerberin bekommen und die Bewerberinnen sind enttäuscht, weil sie eine Absage erhalten. Hier leisten wir sozusagen Übersetzungsarbeit.

Im nächsten Modul der Veranstaltung treffen die Frauen und Unternehmen aufeinander. Bei einem Come Together können sie sich gegenseitig kennenlernen. Wir von der Kontaktstelle sorgen für eine lockere Atmosphäre. Das Konzept ist erfolgreich: Etwa die Hälfte der teilnehmenden Frauen werden sofort oder relativ zeitnah an ein Unternehmen vermittelt.

Bei Martina Meister und Rudolf Reim lief es noch etwas anders ab: Weil Rudolf Reim am Tag der Veranstaltung verhindert war, haben wir die beiden außerhalb der Veranstaltung miteinander vernetzt.

Rudolf Reim:
Ich wurde von Frau Sand angerufen. Sie erzählte mir vom Projekt Frau und Beruf, stellte mir das Konzept vor und die Veranstaltung „Face To Face“. In unserem Elektrofachmarkt war zu dieser Zeit eine Stelle neu zu besetzen.

Als Unternehmer gefiel mir das Konzept gut und ich sagte eine Teilnahme zu. Im weiteren Verlauf habe ich mich zunächst mit Beraterinnen der Kontaktstelle getroffen und genau überlegt, was für eine Persönlichkeit mit welchen Fähigkeiten wir uns wünschen und daraufhin ein Bewerberinnenprofil für die offene Stelle verfasst. Am zweiten Tag der Veranstaltung war ich leider verhindert, sodass ich die Frauen nicht vor Ort kennenlernen konnte. Durch die Vermittlung von Barbara Sand haben sich dann aber drei Frauen direkt bei mir auf die ausgeschriebene Stelle beworben. Mit ihnen führte ich Bewerbungsgespräche und habe mich schlussendlich für Martina Meister entschieden, da sie von Ihrer Qualifikation und Ihrer Persönlichkeit am besten zu uns passte. Das alles ging Schlag auf Schlag: Im November hatte ich mit Barbara Sand telefoniert, zum 1. Dezember fing Martina Meister bei uns als Leiterin der Verwaltung und Buchhaltung an. Mittlerweile hat sie die Probezeit bestanden und ist ein festes Mitglied unseres Teams geworden.

Ich bin sehr zufrieden und würde jederzeit wieder mit der Kontaktstelle Frau und Beruf zusammenarbeiten, wenn ich wieder einmal eine Stelle zu besetzen habe. Zum einen sehe ich es als eine Form des gesellschaftlichen Engagements, auch reiferen Frauen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu geben. Viele sind gut ausgebildet und belastbar. Zudem handelt es sich um Frauen, die stabil im Leben stehen und auf die ich mich verlassen kann. Das Angebot der Kontaktstelle sehe ich als tollen Bonus, diejenigen Arbeitgeber und Arbeitnehmerinnen zusammen zu bringen, die gut zueinander passen.

Service- und Koordinierungsstelle im April 2017

Foto: Rudolf Reim, Geschäftsführer, und Martina Meister, Leiterin der Verwaltung/Buchhaltung bei expert HOERCO GmbH

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