Erfolgsgeschichten

„Man muss an das glauben, was man erreichen möchte!“ – Eine Teilnehmerin des Mentorinnen-Programms erzählt

Minijobs, bürokratische Hürden und viel Eigeninitiative haben Oliwia Gusts beruflichen Start in Deutschland geprägt. Nachdem sie im Dezember 2017 aus Polen nach Baden-Württemberg gezogen war, besuchte die damals 26-Jährige erst mal einen dreimonatigen Deutschkurs. „Ich habe schon in Polen angefangen, Deutsch zu lernen“, erzählt Oliwia Gust. „Das hat mir den Einstieg hier erleichtert, trotzdem bin ich beruflich nicht so vorangekommen, wie ich wollte, musste mir zunächst mit Minijobs behelfen.“
In Polen hatte Oliwia Gust als Eventmanagerin gearbeitet und wollte ihre Erfahrungen in diesem Bereich nun in Deutschland anwenden und vertiefen. Deshalb suchte sie bewusst nach einer Stelle, die Frauen beim Berufseinstieg unterstützt.
Durch einen Zufall fiel Oliwia Gust die Broschüre der Kontaktstelle Frau und Beruf Neckar-Alb in die Hände. Schnell erkannte sie, dass deren Beratungsangebot genau das war, was sie suchte: „Dass hier Frauen Frauen beraten, hat mir gut gefallen. Ich fühlte mich mit meiner individuellen Situation gleich verstanden und konnte direkt die Themen angehen, die mich bewegten. Mich hat auch begeistert, wie motiviert und engagiert meine Beraterin dort war!“
Die machte sie auch auf das Mentorinnen-Programm für Migrantinnen der Kontaktstellen Frau und Beruf Baden-Württemberg aufmerksam. „Ich wusste ja schon, in welche Richtung ich wollte, aber nicht, wie ich dorthin komme. Das Mentorinnen-Programm hat mir gezeigt, welche Schritte als Nächstes für mich anstanden.“

Das Mentorinnen-Programm als Chance
Als Mentee – also als eine Teilnehmerin, die von einer Mentorin unterstützt wird - konnte Oliwia Gust auf das umfangreiche Netzwerk der Kontaktstelle zugreifen und dadurch ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Sie hatte die Möglichkeit, an Bewerbungsworkshops teilzunehmen, Netzwerktreffen zu besuchen, Kompetenzanalysen erstellen zu lassen – alles kostenfrei. „Die Workshops waren qualitativ wirklich hochwertig. Ich habe dabei auch meine Sprachbarriere überwunden. Es hat mein Selbstbewusstsein sehr gestärkt, dass ich merkte, ich kann die Inhalte gut verstehen!“

Manche Zufälle sind zukunftsweisend

Dann folgte Oliwia Gust der Empfehlung, eine anstehende Gründermesse in Reutlingen zu besuchen, um dort mit Unternehmen in Kontakt zu kommen. „Ohne die Unterstützung der Kontaktstelle hätte ich nicht den Mut gehabt, meine Komfortzone zu verlassen und mich bei Firmen nach Hospitationsmöglichkeiten zu erkundigen. Durch die Vorbereitung in der Kontaktstelle konnte ich Fragen an potentielle Arbeitgeber gut formulieren.“ Sie wollte die Messe nutzen, um zu schauen, welche Branchen interessant für sie sein könnten und welche Möglichkeiten sie hätte. „Der Bewerbungsprozess läuft anders ab als in Polen - ich wollte gerne in Firmen hospitieren, um hier Erfahrungen zu sammeln, denn meine Referenzen sind in Deutschland nicht direkt anerkannt worden.“

So kam sie in Kontakt mit einer Firma, die Co-Workspace anbietet und jemanden fürs Veranstaltungsmanagement suchte. Nach einer dreimonatigen Hospitationsphase startete Oliwia Gust dort ihre berufliche Karriere in Teilzeit.

Mit jedem Tag lernt man mehr

Als Mentee im Mentorinnen-Programm des Landesprogramms Frau und Beruf hat Oliwia Gust viele positive Erfahrungen gemacht. Ihr Ratschlag für andere Frauen in ähnlicher Situation lautet daher: „Vergleicht Euch nicht untereinander! Jede beginnt an einem ganz eigenen Startpunkt. Das sollten alle bedenken und sich durch vermeintliche Erfolge anderer nicht verunsichern lassen. Man muss an das glauben, was man erreichen möchte!“

Oliwia Gust hat ihren Weg gefunden und kann sich nun vorstellen, im kommenden Jahr nochmal am Programm der Kontaktstellen Frau und Beruf teilzunehmen – diesmal als Mentorin!

http://www.frauundberuf-bw.de/frau-beruf/mentorinnen-programm/


Oliwia Gust, Kontaktstelle Frau und Beruf Neckar-Alb, im Dezember 2018
Gerne können Sie, wenn Sie Fragen an Oliwia Gust haben, diese an die Kontaktstelle Frau und Beruf Neckar-Alb via email: frauundberuf@vhsrt.de senden

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