Erfolgsgeschichten

Mir hat sich eine neue Welt geöffnet – Dank einer Beratung in der Kontaktstelle Frau und Beruf

„Mein Lebenslauf war so zerrissen, dass ich mir nicht vorstellen konnte, eine gute Stelle zu finden“. Volha Dahmanis Glaube an sich selbst war stark erschüttert, als sie vor einigen Jahren die Räume der Kontaktstelle Frau und Beruf in Ulm betrat.  
In Weißrussland geboren, wollte sie schon als Kind Lehrerin werden.
Diesen Plan setzte die heute 40-jährige auch in die Tat um. Doch obwohl sie in ihrer Heimat glücklich war und ihr die Arbeit mit den Kindern großen Spaß machte, hat sich Volha Dahmani entschlossen aus verschiedenen Gründen Weißrussland zu verlassen. So bewarb sie sich zwei Jahre später auf einen Platz in einem Programm des Goetheinstituts.

Deutschland hat mich umgehauen
„Höhepunkt dieses Programms - das insgesamt 24 Monate dauerte und in dem ich deutsch lernte - war ein zweiwöchiges Seminar im Schwarzwald. Ich kam das erste Mal nach Deutschland und muss sagen, das Land hat mich umgehauen, vor allem die Natur, die Berge!“  
Zurück in Weißrussland, entschied die junge Frau, ein Jahr lang als AuPair in der Nähe von Ulm zu arbeiten. Dort blieb Volha Dahmani und begann, Informationsmanagement und Unternehmenskommunikation an der Fachhochschule Neu-Ulm zu studieren - ihre Gastfamilie unterstützte sie. Doch die Liebe führte Volha Dahmani auf einen anderen Weg: sie lernte ihren späteren Ehemann kennen und wurde schwanger. Nach der Geburt ihres Sohnes schaffte sie es nicht, die Vorlesungen und Kurse regelmäßig zu besuchen und alle erforderlichen Prüfungen pünktlich abzulegen; Volha Dahmanis Studentenvisum lief aus und so kehrte sie nach Weißrussland zurück.

Zwischen zwei Ländern hin- und hergerissen
In den folgenden Jahren lebte sie abwechselnd in Weißrussland und Deutschland, wollte ihrem Sohn das Zusammensein mit dem Vater ermöglichen, gleichzeitig aber auch ihre kranke Mutter pflegen und bei ihrer älteren Tochter wohnen, die jahrelang bei der Oma gelebt hatte. „Durch das alles fühlte ich mich ständig hin- und hergerissen zwischen den Ländern, den Kulturen, den Menschen, die ich liebe - es waren harte Jahre“.

Der Neuanfang
Wieder in Deutschland sah sich Volha Dahmani mit dem Problem konfrontiert, dass sie arbeiten wollte, ihr Diplom jedoch nicht anerkannt wurde und sie die Rahmenbedingungen bei Jobs als Sprachlehrerin zu unsicher fand. Bei einer Internetrecherche stieß sie auf das Angebot der Kontaktstelle Frau und Beruf in Ulm und vereinbarte einen Beratungstermin. „Die Beraterin dort hat mir ganz ehrlich gesagt, dass ich im Bildungsbereich ohne Abschluss keine guten Chancen habe. Sie fragte mich, ob ich mir vorstellen könne, damit abzuschließen und im Einzelhandel tätig zu werden. Denn zuvor hatte ich in Weißrussland zwei Jahre lang als Sales Managerin gearbeitet. Die Beraterin der Kontaktstelle machte mir Mut, bestärkte mich und betrachtete meine turbulente Vita so, dass ich viele schwierige Situationen gemeistert und viel Lebenserfahrung gesammelt habe!“
Sie half Volha Dahmani auch dabei, einen Lebenslauf zu schreiben. Damit bewarb diese sich bei einem international agierenden Möbelhaus auf eine Teilzeitstelle und arbeitete sich von der Warenausgabe und Kinderbetreuung hoch bis zur Teamleiterin mit eigenem Produktbereich. „Diese Beratung hat mir die Tür zu einer anderen Berufswelt geöffnet. Ich bin hindurchgegangen und damit hat sich mein gesamtes Leben stabilisiert. Ich kann für meine Kinder sorgen, fühle mich wertgeschätzt und habe den Glauben in meine Fähigkeiten zurückgewonnen!“

Nun möchte Volha Dahmani anderen Frauen Mut machen, vor allem den Frauen mit Migrationshintergrund, die vielleicht nicht wissen, welchen beruflichen Weg sie gehen wollen oder können. Sie überlegt, am Mentorinnen-Programm der Kontaktstellen www.frauundberuf-bw.de/frau-beruf/mentorinnen-programm/ für Frauen mit Migrationshintergrund als Mentorin teilzunehmen. „Denn ich suche weiter neue Herausforderungen und Ziele!“

Volha Dahmani, Kontaktstelle Frau und Beruf Ulm-Donau-Biberach im Dezember 2018

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