Hata Orascanin (l.) und Peggy Aulmann (r.) (Foto: Hata Orascanin)
Hata Orascanin lebte als Bosnierin in Slowenien und hatte dort nach der Corona-Zeit keine berufliche Perspektive mehr. So folgte sie mit ihren zwei Töchtern ihrem Mann 2021 nach Deutschland, der hier bereits eine Arbeitsstelle gefunden hatte. Ihr war klar, dass sie als studierte Juristin kaum Chancen hatte, in diesem Beruf in Deutschland arbeiten zu können. Da Hata eine Frau der Tat ist und auf keinen Fall von staatlichen Hilfen abhängig sein wollte, startete sie schnell eine Arbeit als Haushaltshilfe – eine Stelle in Teilzeit, die andere als Minijob. Nebenher lernte sie in Eigeninitiative Deutsch und managte ihre Familie.
Hata hatte aber größere Pläne und wollte sich selbständig machen oder eine Ausbildung absolvieren. Doch wegen finanzieller und struktureller Hürden trat sie eine Zeit lang auf der Stelle. Als sie von den kostenfreien Beratungsangeboten der Kontaktstelle Frau und Beruf Ravensburg – Bodensee-Oberschwaben sowie dem Mentorinnen-Programm für Migrantinnen erfuhr, konnte sie endlich den Turbo zünden und ihre beruflichen Pläne nachhaltig angehen.