Internationaler Männertag am 19. November

Vater mit Dreitagebart und Kaffeetasse in der Hand sitzt am Tisch mit Sohn, der ein Bild malt

Warum wir heute auf Väter schauen – und warum das wichtig ist

Männer haben viele Rollen in ihrem Leben: Sie sind Kollegen, Freunde, Partner, Söhne, Brüder, Neffen, Onkel. Und einige sind – oder werden – Väter.

Gerade Väter stehen im Zentrum eines gesellschaftlichen Wandels. Sie wollen heute mehr: mehr Zeit mit ihren Kindern, mehr Verantwortung in der Familie und eine partnerschaftliche Verteilung von Sorge- und Erwerbsarbeit. Studien zeigen: 40 % der Väter würden gern ihre Arbeitszeit reduzieren, um präsenter für ihre Kinder zu sein. Gleichzeitig arbeiten 86 % der erwerbstätigen Väter weiterhin in Vollzeit – oft, weil familiäres Engagement im Beruf nicht selbstverständlich unterstützt wird, Rollenvorbilder fehlen oder gesellschaftliche Hürden wie die Norm der Vollzeit oder Erwartungen an ständige Verfügbarkeit den Weg erschweren. 

Doch dort, wo Väter ihre Rolle aktiv leben können, profitieren alle:

  • Kinder erhalten eine enge Bindung zu beiden Elternteilen
  • Mütter können berufliche Chancen wahrnehmen
  • Väter erleben weniger Druck und mehr Zufriedenheit
  • Unternehmen gewinnen motivierte und gebundene Fachkräfte

Gerade für Arbeitgeber wird eine väterbewusste Personalpolitik zu einem wichtigen Baustein der Fachkräftesicherung. Denn viele Väter wechseln inzwischen den Arbeitgeber oder sind bereit es zu tun, wenn Vereinbarkeit nicht möglich ist.

Um Unternehmen dabei zu unterstützen, bietet das Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ den Väterleitfaden an. Er zeigt, wie Unternehmen eine Unternehmenskultur schaffen können, in der Vaterschaft und Karriere selbstverständlich nebeneinanderstehen. Praxisnah – mit Beispielen, Checklisten und konkreten Maßnahmen.

Väterleitfaden hier herunterladen
 

Was können Unternehmen tun?

  • Väter aktiv ansprechen, vor und nach Elternzeit
  • Flexible Arbeitsmodelle ermöglichen – auch für Führungskräfte
  • Vertrauenskultur fördern, statt Präsenz zu belohnen
  • Partnerschaftliche Elternzeitmodelle unterstützen

Unternehmen, die Fachkräfte gewinnen und halten wollen, müssen Vereinbarkeit aktiv gestalten. 

Speziell in Baden-Württemberg können Unternehmen dabei auf weitere kompetente Hilfen zurückgreifen. So bietet das Netzwerk familyNET Beratung, Coaching und Unterstützung bei der Einführung neuer Angebote für eine familienbewusste Arbeitswelt. familyNET entwickelt außerdem individuelle Lösungsstrategien und vernetzt Unternehmen miteinander.

 

Im dazugehörigen landesweiten Wettbewerb „familyNET 4.0 – Der Wettbewerb für eine moderne Unternehmenskultur“ werden jedes Jahr zukunftsweisende und nachhaltige Konzepte für eine moderne Unternehmenskultur in den Themenfeldern Familienfreundlichkeit, Gesundheit, Führung, Personalentwicklung und Vielfalt ausgezeichnet.

Alle Informationen zum Wettbewerb gibt es hier

 

Auch die Kontaktstellen Frau und Beruf Baden-Württemberg beraten Unternehmen gern zu einer väter- bzw. familienbewussten Personalpolitik – kostenfrei und vertraulich.