Jobsuche: Diese Frau freut sich über eine Zusage zur gewünschten Stelle.
Wer im Moment eine Stelle sucht, hat gute Chancen auf einen neuen Job. Die Fachkräftelücke hat sich zwar aufgrund des konjunturellen Abschwungs und der negativen Erwartungen an die wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2024 etwas verringert, klafft aber dennoch in vielen Bereichen, wo offene Stellen nicht oder nur schwer mit qualifizierten Kräften (nach-) besetzt werden können.
Die Fachkräftelücke lag im Jahr 2024 bei 487.029 rechnerisch nicht besetzbaren offenen Stellen.
Laut KOFA kompakt 02/25 (PDF) waren nach wie vor Stellen für Expertinnen und Experten mit Diplom oder Master im Vergleich jedoch besonders schwierig zu besetzen: Für 45,3 Prozent der offenen Stellen standen rechnerisch keine Arbeitslosen zur Verfügung. Bei Spezialistinnen und Spezialisten mit Meister-, Techniker- oder Bachelorabschluss waren es 45,0 Prozent, bei Fachkräften mit abgeschlossener Berufsausbildung 35,9 Prozent.
Betrachtet man die Engpässe nach Berufsbereichen, fällt auf, dass insbesondere für die Energiewende weiterhin zahlreiche Fachkräfte fehlen. Mit einer Fachkräftelücke von 18.343 waren die Besetzungsprobleme im Jahr 2024 bei Bauelektrik-Fachkräften besonders groß: Acht von zehn Stellen blieben rechnerisch unbesetzt. Die Bauelektrik gilt als Schlüsselberuf für die Energiewende, da der Beruf für die Planung, Installation und Wartung von Wind- und Solaranlagen ebenso wie im Kontext der Energiegewinnung mittels grünen Wasserstoffs unabdingbar ist. Auch bei Fachkräften der Elektrischen Betriebstechnik (Fachkräftelücke von 14.218) und bei Elektrotechnik-Expertinnen und Experten (8.519) konnten mehr als acht von zehn Stellen nicht besetzt werden. Daneben blieben auch die seit Jahren bekannten Engpässe in Gesundheits- und Sozialberufen sowie im Verkauf bestehen.
In der folgenden Slideshow sind die offenen Stellen* für Expertinnen, Spezialistinnen und Fachkräfte dargestellt.
Quelle: PM Kofa kompakt 2/25 und Studie KOFA kompakt 2/25