Frau & Berufsweg

Das Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf bietet Frauen individuelle Beratung zu allen beruflichen Fragen, von der beruflichen Orientierung über den Wiedereinstieg bis zur beruflichen Weiterentwicklung.     

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Frau & Wirtschaft

Die Kontaktstellen Frau und Beruf sind Ansprechpartnerinnen für die Wirtschaft und für Unternehmen, die sich für Chancengleichheit und die berufliche Frauenförderung einsetzen.

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Frau & Netzwerk

Das Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf engagiert sich in Partner-Netzwerken, pflegt Kontakte und stellt Verbindungen zu anderen, relevanten Netzwerken und Kooperationen her, um die Gleichstellung von Frauen im Berufsleben zu fördern.

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Mentorinnen-Programm

Die Kontaktstellen Frau und Beruf fördern mit dem Mentorinnen-Programm die Integration von Frauen mit Migrationserfahrung in den Arbeitsmarkt des Landes Baden-Württemberg

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Daten & Fakten

Wie ist die berufliche Situation von Frauen in Baden-Württemberg? Welche Herausforderungen und Hürden stellen sich ihnen? Und welchen Beitrag leistet die Arbeit des Landesprogramms Kontaktstellen Frau und Beruf dazu, diese Situation zu verbessern?

Umfragen zur Arbeit des Landesprogramms sowie Statistiken zur Berufssituation von Frauen und Männern in Baden-Württemberg helfen dabei, diese Fragen zu beantworten. Diese Informationen sind wichtige Orientierungspunkte und ermöglichen es den Kontaktstellen Frau und Beruf zugleich, ihre Angebote an den aktuellen Unterstützungsbedarf sowie an wirtschaftliche und gesellschaftliche Gegebenheiten anzupassen. Zudem untermauern sie, wie wichtig gerade heute das Engagement des Landesprogramms für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben ist.


Der Vergleich der Erwerbssituation der Kundinnen vor und nach der Beratung verdeutlicht den Arbeitserfolg der Kontaktstellen:

Der Nichterwerbstätigenanteil sank von 28 Prozent auf 15 Prozent. So waren nach der Befragung 15 Prozent der Kundinnen in Vollzeit beschäftigt (zum Beratungszeitpunkt 11 Prozent); 35 Prozent arbeitete in Teilzeit (vorher 23 Prozent).


Die Arbeit des Landesprogramms

Seit nunmehr 25 Jahren engagieren sich die Kontaktstellen Frau und Beruf für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben. Erhebungen zur Reichweite ihres Angebots sowie zu Kundinnenstruktur und -zufriedenheit geben einen Überblick über Qualität und Wirksamkeit der Arbeit des Landesprogramms und helfen dabei, seine Leistungen zielgerichtet zu optimieren.

  • In Baden-Württemberg unterhält das Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf zwölf Kontaktstellen an neunzehn Standorten (Stand 2019).
  • Fast 10.000 Frauen und Mädchen beraten wir jährlich kostenlos zu beruflichen Themen (Stand 12/2017).
  • 65 Prozent der Frauen, die sich beraten lassen, sind zwischen 31 und 50 Jahre alt. Der Anteil der 41- bis 50-Jährigen ist von 2009 bis 2017 um ca. 5 Prozent auf 36 Prozent zurückgegangen.
  • Die Mehrheit der Rat suchenden Frauen sind gut qualifiziert: 46 Prozent verfügen über eine in Baden-Württemberg anerkannten Berufsabschluss, 37 Prozent sogar über ein abgeschlossenes Studium. 8,5 Prozent der Frauen haben keinen oder noch keinen Berufsabschluss (Stand 12/2017).

    Ergebnisse unserer, durch einen externen Dienstleister durchgeführten, Kundinnenbefragung:

  • 94 Prozent unserer Kundinnen bewerten unser Angebot als gut oder sehr gut (Stand 2016; 2013: 84 Prozent).
  • 89 Prozent unserer Kundinnen würden uns weiterempfehlen (Stand 2016).
  • 9 von 10 Kundinnen wurden nach der Beratung aktiv, sei es, dass Bewerbungen geschrieben wurden (45 Prozent) oder man sich weiter informiert hat (44 Prozent) (Stand 2016).
  • Der Vergleich der Erwerbssituation der Kundinnen vor und nach der Beratung verdeutlicht den Arbeitserfolg der Kontaktstellen:
    Der Nichterwerbstätigenanteil sank von 28 Prozent auf 15 Prozent. So waren nach der Befragung 15 Prozent der Kundinnen in Vollzeit beschäftigt (zum Beratungszeitpunkt 11 Prozent); 35 Prozent arbeitete in Teilzeit (vorher 23 Prozent).

Das Landprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf Baden-Württemberg 1994-2019

Seit 25 Jahren stellen die Kontaktstellen Frau und Beruf eine wichtige Beatungsinfrastruktur für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben in Baden-Württemberg.
Ein wichtiges Ziel des Landesprogramms ist die Erschließung des Fachkräftepotenzials von Frauen für die Wirtschaft.

Dazu gehört die Mobilisierung der stillen Reserven ebenso wie eine qualifikationsgerechte Beschäftigung von Frauen in Fach- und Führungspositionen, die Erhöhung des Arbeitszeitvolumens sowie die Gewinnung von mehr Frauen für MINT-Berufe.

Auf der Grundlage positiver Evaluierungsergebnisse wurde das Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf seit  2016 ausgebaut. Für den regionalen und qualitativen Ausbau wurde die Landesförderung auf bis zu 2,4 Millionen Euro pro Jahr erhöht.

In Baden-Württemberg unterhält das Landesprogramm nunmehr zwölf Kontaktstellen mit neunzehn Standorten. Die Strukturen und die regionale Abdeckung des Bedarfs mit Angeboten in der Fläche wurden verbessert und die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und weiteren Kooperationspartnern ausgebaut.


Die Arbeitswelt von Frauen und Männern

Karriere, faire Bezahlung, adäquate Arbeitszeiten, Altersvorsorge, Vereinbarkeit von Beruf und Familie – für die meisten Frauen sind diese Ziele noch immer schwieriger zu erreichen als für Männer. Und das trotz sehr positiver Entwicklungen in den vergangenen Jahren. Einige Daten und Fakten hierzu:

Erwerbstätigkeit

Der Frauenanteil an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten betrug im Juni 2018 in Baden-Württemberg 45,1 Prozent.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Frauen ist dabei von 1.632.000 (2000) auf 1.969.412 (2015) angestiegen und lag 2018 sogar bei 2.103.026.

Die Beschäftigungsquote von Frauen stieg von 46,3 Prozent auf 56,4 Prozent im Jahr 2017 [zum Vergleich: Anstieg bei Männern von 60 Prozent (2000) auf 64,4 Prozent (2017)].

Die Zahl der selbstständig tätigen Frauen in Baden-Württemberg ist nach einem deutlichen Anstieg (2000: 128.000; 2015: 181.000) leicht zurückgegangen (2017: 171.900 Frauen). Zum Vergleich: Bei Männern sank die Anzahl von 380.000 (2015) auf 355.800 (2017).

Der Frauenanteil an allen Selbstständigen blieb zwischen 2015 und 2017 nahezu unverändert (32,6 Prozent). Die Zahl der Frauen in Führungspositionen hat sich von 75.000 (2012) auf 83.000 (2015) erhöht. Dieser Wert blieb 2017 unverändert. Der Frauenanteil an allen Führungskräften lag 2017 mit 27,5 Prozent auf dem Niveau des Jahres 2015.

Ausbildung

Während 2000 nur rund 1.507.000 (70,7 Prozent) der erwerbstätigen Frauen in Baden-Württemberg über einen beruflichen Ausbildungs- oder Hochschulabschluss verfügten, waren es 2015 2.082.000 (79,6 Prozent) – und 2017 sogar 2.150.800 Frauen (79,9 Prozent) [Zum Vergleich die Entwicklung bei Männern: 77,5 Prozent, 82 Prozent, 81,2 Prozent].

Fast 30 Prozent der Frauen in Baden- Württemberg verfügten 2017 über Abitur oder Fachhochschulreife – 2005 betrug ihr Anteil nur 19,1 Prozent [zum Vergleich: Männer 35,2 bzw. 25,6 Prozent].
104.764 Frauen in Baden-Württemberg absolvierten 2017 eine Ausbildung. Dieser Wert lag etwa auf dem Niveau von 2015 (104.342).

Die Zahl der Studentinnen stieg von 85.101 im Wintersemester 2000/2001 auf mehr als 169.700 im Wintersemester 2015/2016. Im Wintersemester 2017/2018 lag die Zahl der Studentinnen bei 171.700 (Entwicklung bei Studenten: 108.899; 190.444; 188.047).

Quellen

Statistik der Bundesagentur für Arbeit; Statistisches Landesamt BW, Berechnungen des IAB, Statistisches Bundesamt: Mikrozensus; Kundinnenbefragung – Evaluation zum Landesprogramm „Kontaktstellen Frau und Beruf“ in Baden-Württemberg, 2016

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