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Mentorinnen-Programm

Die Kontaktstellen Frau und Beruf fördern mit dem Mentorinnen-Programm die Integration von Frauen mit Migrationserfahrung in den Arbeitsmarkt des Landes Baden-Württemberg.

Die Kontaktstellen fördern die Integration von Frauen mit Migrationserfahrung in den Arbeitsmarkt
Mentorinnen-Programm

Die Kontaktstellen Frau und Beruf fördern mit dem Mentorinnen-Programm die Integration von Frauen mit Migrationserfahrung in den Arbeitsmarkt des Landes Baden-Württemberg.

Die Kontaktstellen Frau und Beruf fördern die Integration von Frauen mit Migrationserfahrung in den Arbeitsmarkt
Mentorinnen-Programm

Die Kontaktstellen Frau und Beruf fördern mit dem Mentorinnen-Programm die Integration von Frauen mit Migrationserfahrung in den Arbeitsmarkt des Landes Baden-Württemberg.

Eine junge Frau Anfang 20 mit mittellangen gewellten braunen Haaren schaut lachend in die Kamera.

„Die Unterstützung der Kontaktstelle hat einen Funken in mir entfacht – unbezahlbar!“

Portrait Johanna Kirsch (Foto: S. Roth)
Portrait Johanna Kirsch

„Wenn ich merke, dass mir eine Tür nicht geöffnet wird, versuche ich nicht, sie einzutreten - sondern ich gehe durch eine andere!“
Johanna Kirsch hat sich in den vergangenen Jahren durch berufliche Neuorientierungen ihren eigenen Weg gesucht – immer begleitet von der Kontaktstelle Frau und Beruf Nordschwarzwald.


Eine kostenlose Beratung war der Anfang
„Seit sechs Jahren bin ich mit der Leiterin Marija Madunic im Austausch. Ich hatte damals in der Zeitung vom Angebot der Kontaktstelle gelesen und habe daraufhin die kostenlose Beratung aufgesucht.“
Als Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste hat die 41Jährige viele Jahre im Öffentlichen Dienst gearbeitet, nach den Geburten ihrer beiden Söhne auf 450 Euro-Basis und in Teilzeit.
„Inzwischen sind meine Söhne 16 und 18 Jahre alt. Ich wollte raus aus der >Teilzeitfalle<, etwas für meine Rente tun und mir deshalb einen Vollzeitjob suchen. Frau Madunic hat mich da toll unterstützt.“
Auch die Teilnahme an den FrauenWirtschaftsTagen und an verschiedenen Seminaren der Kontaktstelle haben Johanna Kirsch Mut gemacht.

„Ich habe mich dann getraut, groß zu denken und auf eine Führungsposition beworben, als meine damalige Chefin in den Ruhestand ging. Ich wusste, ich kann das!

Die berufliche Neuorientierung

Doch Johanna Kirsch bekam die Stelle nicht und hat danach schnell gemerkt: „Wenn du erst einmal an Stärke gewonnen hast, kannst du den Samen nicht mehr zurücknehmen. Mir wurde klar, dass ich mich beruflich verändern muss.“

Also schaute sie sich nach Alternativen um und erhielt ein Angebot aus der freien Wirtschaft. „Da habe ich lange mit mir gerungen, aber im Verwaltungsbereich hatte ich keine Aufstiegsmöglichkeiten, also keine Zukunft. So wagte ich den Schritt und verließ die vertrauten Strukturen.“

Doch aus verschiedenen Gründen entwickelte sich die neue Stelle nicht wie gewünscht. So verließ Johanna Kirsch den Job wieder.
„Ein Steuerberaterbüro bot mir eine neue Chance. Ich bin dankbar und zufrieden mit der gesamten Kanzlei, ich lerne dort sehr viel.“

Etwas Eigenes aufbauen
Außerdem hat sich Johanna Kirsch getraut und ein Nebengewerbe angemeldet, um sich einen lang gehegten Traum zu erfüllen: „Ordnung vom Dach bis in den Keller: Ich werde Privatpersonen und kleine Unternehmen unterstützen, Ordnung in ihre (Firmen-) Geschichte, Umgebung, Wohnung und damit auch in ihr Leben zu bringen. Außerdem will ich in Einrichtungsfragen beraten und Homestaging anbieten, d.h., die Inszenierung einer unbewohnten Immobilie für den Verkauf. Das erfüllt mich, ich beschäftige mich in jeder freien Minute mit diesem Projekt.“

Von einer Mentorin lernen
Ihre vielfältigen beruflichen Erfahrungen gibt Johann Kirsch weiter und engagiert sich ehrenamtlich im Mentorinnen-Programm für Migrantinnen, das die Kontaktstelle Frau und Beruf Nordschwarzwald ebenfalls durchführt.
Als Mentorin betreut sie schon ihre dritte Mentee. „Ich habe in Frau Madunic eine Mentorin gefunden, die mich bei allen beruflichen Fragen berät und beispielsweise vor Vorstellungsgesprächen auch mitfiebert. Ich weiß also genau, wie wertvoll das ist!

Die Beratung in der Kontaktstelle ist viel mehr für mich als nur eine berufliche Begleitung, denn sie hat mir geholfen, herauszufinden, wer ich bin und wie ich leben möchte. Die Kontaktstelle hat keinen Job für mich gefunden und mich nicht finanziert, sondern >etwas in mir geweckt< und das ist unbezahlbar! Und nun gebe ich es als Mentorin weiter!“

Zertifizierungssiegel DGM
Zertifizierungssiegel DGM

Seit 2018 ist das Mentorinnen-Programm durch die Deutsche Gesellschaft für Mentoring (DGM) erfolgreich zertifiziert.

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