Frau & Berufsweg

Das Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf bietet Frauen individuelle Beratung zu allen beruflichen Fragen, von der beruflichen Orientierung über den Wiedereinstieg bis zur beruflichen Weiterentwicklung.     

alle Informationen

Frau & Wirtschaft

Die Kontaktstellen Frau und Beruf sind Ansprechpartnerinnen für die Wirtschaft und für Unternehmen, die sich für Chancengleichheit und die berufliche Frauenförderung einsetzen.

alle Informationen

Frau & Netzwerk

Das Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf engagiert sich in Partner-Netzwerken, pflegt Kontakte und stellt Verbindungen zu anderen, relevanten Netzwerken und Kooperationen her, um die Gleichstellung von Frauen im Berufsleben zu fördern.

alle Informationen

Mentorinnen-Programm

Die Kontaktstellen Frau und Beruf fördern mit dem Mentorinnen-Programm die Integration von Frauen mit Migrationserfahrung in den Arbeitsmarkt des Landes Baden-Württemberg

alle Informationen

Beratunsgangebot in der Kontaktstelle war für die zweifache Mutter Johanna Kirsch eine echte Hilfestellung

Mit ihren erst 38 Jahren hat Johanna Kirsch, verheiratete Mutter zweier Söhne und vielfach ehrenamtlich Engagierte, privat und gesellschaftlich schon früh viel geschafft. Auch beruflich kann die gebürtige Polin, die seit 1987 in Pforzheim lebt, ihre eigene Erfolgsgeschichte erzählen: Dafür hat Johanna Kirsch auch das Beratungsangebot der Kontaktstelle Frau und Beruf Nordschwarzwald richtig genutzt.

„Schon als Kind habe ich viel Zeit in der Bibliothek verbracht, mit 15 dann als Buchpflegemädchen gearbeitet“, blickt Johanna Kirsch, die 2002 ihren Ausbildungsabschluss als Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste in der Pforzheimer Stadtbibliothek gemacht hat, auf ihre Grundinteressen für Bücher und Bildung zurück. Nach jeder ihrer beiden Schwangerschaften in den Jahren 2003 und 2005 musste die junge Frau, deren Ehemann damals auch noch zur Bundeswehr eingezogen wurde, beruflich zwar eine Weile pausieren, stieg in der Stadtbibliothek nach den Geburten aber immer wieder auf 450 Euro-Basis ein.

„Meine Kinder wurden größer und ich wollte auch etwas für meine Rente tun“, begründet Johanna Kirsch ihren späteren Schritt, sich für eine 50 Prozent-Stelle im Kreisarchiv des Landratsamts in Pforzheim zu bewerben. Sechs Jahre lang arbeitete sie daraufhin im Fotoarchiv, ging mit ihrem großen Interesse für Historie sehr gern den Tätigkeiten wie Fotos erfassen und archivieren, nach. Dazu hatte sie noch ihren 450 Euro-Job in der Stadtbibliothek. Als ihr mit der Zeit die Kommunikation mit Menschen bei der Arbeit im Kreisarchiv fehlte und ihre Kinder sie im Schulalter mehr brauchten, wurde der Spagat zwischen Beruf und Familie für Johanna Kirsch immer schwieriger. Ihr Ehemann arbeitete damals in Stuttgart. Mehr Kontakt mit Menschen bekam sie zwar, als sie 2015 als Sekretärin in die Personalabteilung des Landratsamts wechselte, merkte aber mit der Zeit, dass sie fachliche „Defizite“ hatte.

Eine berufliche Lösung oder Alternative schien Johanna Kirsch 2017 notwendig, sie sah diese aber lediglich in der Idee, sich selbstständig zu machen – historische Unterlagen von Pforzheimer Firmen wollte sie künftig bearbeiten, deren „Schätze ausgraben“. „Als ich zu diesem Zeitpunkt von der Kontaktstelle Frau und Beruf in der Zeitung las, dachte ich, Beratung ist im Leben immer gut, und kam so zu Frau Madunic“, erinnert sich Johanna Kirsch. Nach dem kostenlosen Beratungsgespräch mit der Leiterin der Kontaktstelle erinnert sich Johanna Kirsch: „Ich konnte wertvolle Hinweise und neue Ideen für meine berufliche Zukunft mitnehmen.“

„Die Beratung bei der Kontaktstelle habe ich als echte Hilfestellung mitgenommen“, lautet Johanna Kirschs eindeutiges Fazit. „Unreflektierte gedankliche Luftschlösser wurden realistisch hinterfragt und meine Ideen kritisch durchleuchtet. Dadurch wurde ich wach gerüttelt“, beschreibt sie ihre Erkenntnisse. „Im Laufe des Gesprächs wurde mir immer klarer, dass ich gute Chancen im öffentlichen Dienst hätte und dass ich mich in diesem Bereich weiterqualifizieren sollte“, erklärt Johanna Kirsch. „Deswegen“ – mit dieser Motivation und kompetenten Beratung im Hintergrund – habe sie 2018 einen viermonatigen Lehrgang zur Verwaltungsfachangestellten am Haus der Gemeinden gemacht.

Johanna Kirsch Der berufliche Sprung folgte schnell: Johanna Kirsch nutzte die Gelegenheit, nach einer im Medienzentrum ausgeschriebenen Vollzeitstelle als Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste zu greifen. Schon im Mai 2018 trat sie die neue Arbeit an. Ihre Vollzeittätigkeit musste auch privat in neue Bahnen gelenkt werden: „Jeder in meiner Familie hat Tages- und Wochendienste bekommen“, blickt Johanna Kirsch auf das Zusammenleben mit ihrem Mann, der mittlerweile in Pforzheim arbeitet, und ihren heute 15 und 13 Jahre alten Söhnen. Die Kontaktstelle ist in Johanna Kirschs Augen ein echter „Impulsgeber“, hier sei sie angeregt worden, sich zu orientieren. Und durch die Kontaktstelle bekam die Pforzheimerin auch Zugang zu einem Netzwerk sprich zu hilfreichen Adressen. Mit ihrem Vollzeit-Job im Medienzentrum ist Johanna Kirsch heute „total zufrieden“, wie sie selbst sagt. Darüber Hinaus ist sie auch ehrenamtlich voller Elan engagiert. Sie ist Mitglied im Internationalen Beirat der Stadt Pforzheim und seit 2018 auch im Vorstand des Kinderschutzbunds in Pforzheim aktiv.
Eine richtige Erfolgsgeschichte eben!

Text von Corina Neuer-Veith

Kontaktstellen Frau und Beruf | Standorte

Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau
© 2019 Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau