Frau & Berufsweg

Das Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf bietet Frauen individuelle Beratung zu allen beruflichen Fragen, von der beruflichen Orientierung über den Wiedereinstieg bis zur beruflichen Weiterentwicklung.     

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Kopf einer jungen Frau mit langen glatten Haaren. Sie hält eine Brille mit schwarzem Gestell in Höhe des Kinns vor sich.
Frau & Wirtschaft

Die Kontaktstellen Frau und Beruf sind Ansprechpartnerinnen für die Wirtschaft und für Unternehmen, die sich für Chancengleichheit und die berufliche Frauenförderung einsetzen.

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Frau mit dunklem Parka und weissem Baustellenhelm, die mit dem Handy telefoniert. In Hintergrund Auszug einer Baustelle
Frau & Netzwerk

Das Landesprogramm Kontaktstellen Frau und Beruf engagiert sich in Partner-Netzwerken, pflegt Kontakte und stellt Verbindungen zu anderen, relevanten Netzwerken und Kooperationen her, um die Gleichstellung von Frauen im Berufsleben zu fördern.

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Fünf Frauen unterschiedlichen Alters stehen im Halbkreis. Mit ihren Händen umfassen sie unterschiedliche Bänder und Seile.
Mentorinnen-Programm

Die Kontaktstellen Frau und Beruf fördern mit dem Mentorinnen-Programm die Integration von Frauen mit Migrationserfahrung in den Arbeitsmarkt des Landes Baden-Württemberg

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Eine junge Frau Anfang 20 mit mittellangen gewellten braunen Haaren schaut lachend in die Kamera.

„Zwischen Träumen und Taten liegt Mut!"

Portrait Keren Pickard
Eine junge Frau mit lockigen Haaren lächelt freundlich in die Kamera. Sie trägt einen gelben Blazer und ist an eine Holzwand gelehnt.

Mein Name ist Keren Pickard, und ich bin eine 43-jährige Amerikanerin, die seit 20 Jahren in Deutschland lebt. Ich kam als Austauschstudentin hierher, nur um meine Sprachkenntnisse zu verbessern und Europa zu sehen, und jetzt bin ich verheiratet und habe zwei wunderbare Kinder und eine 86-jährige Schwiegermutter, um die ich mich kümmern muss. Ich habe immer Unternehmergeist besessen und schon als Kind immer Wege gefunden, Geld zu verdienen. Ich habe die Herausforderung genossen, herauszufinden, was die Menschen brauchen. Als ich einen Job in Deutschland brauchte, nahm ich die Stelle an, für die ich am qualifiziertesten war: Ich unterrichtete Englisch. Ich entdeckte bald, dass ich meine eigenen Kunden akquirieren konnte und 2004 gründete ich mein eigenes Unternehmen. Damit war ich sehr erfolgreich und Ende 2008 hatte ich mein eigenes Trainerteam und arbeitete mit multinationalen Unternehmen wie BASF und Daimler zusammen. 
 
Die Finanzkrise, verbunden mit der Geburt meines ersten Kindes im Januar 2009, signalisierte für mich den Übergang von der Karrierefrau zur Hausfrau und Mutter. Ich übernahm meine neue Verantwortung und reduzierte meine Arbeitszeit auf ein absolutes Minimum. Ein zweites Kind und die Entscheidung, meine pflegebedürftigen Schwiegereltern bei uns einziehen zu lassen, brachten mich für einige weitere Jahre von einer Karriere weg. Aber im Jahr 2015 spürte ich, dass es an der Zeit war, über zukünftige berufliche Möglichkeiten nachzudenken. Mein Job als Englischlehrerin stellte keine Herausforderung mehr für mich dar und nach vielen Recherchen beschloss ich, meine Fähigkeiten zu erweitern und ein Zertifikat in Business-Coaching zu erwerben. Ich verstand, dass die Barriere für eine gute Kommunikation oft nicht auf Sprachprobleme zurückzuführen war. Ich wollte meinen Kunden diese Ebene der Kommunikation vermitteln, insbesondere, dass bringen und ihnen das Vertrauen vermitteln, das für eine effektive Kommunikation Vertrauen aufgebaut werden muss. Im Jahr 2018 konnte ich schließlich meine Ausbildung bei der IHK abschließen und als Business-Coach arbeiten. Allerdings stellte ich fest, dass ich Schwierigkeiten hatte, eine gute Strategie für den Aufbau eines neuen Unternehmens zu entwickeln. Hier kamen die Kontaktstelle Frau und Beruf, 
und konkret Frau Kienle, in mein Leben! 
 
Ich ging zu einem Beratungstermin und innerhalb von 10 Minuten schüttete ich mein Herz darüber aus, dass ich mich nicht darauf konzentrieren konnte, was ich mit meinen neuen Fähigkeiten wirklich tun wollte. Wir sahen uns alle „Bälle" an, die ich in meinem Privatleben jonglierte und Frau Kienle half mir, zu erkennen, dass ich mir zu viel abverlangte. Ihre Kompetenz, Wärme und ihr Einfühlungsvermögen waren genau das, was ich damals brauchte! Sie schickte mich mit vielen neuen Informationen und einem Tipp für einen Gründerinnen-Workshop nach Hause. In den folgenden sechs Monaten konnte ich eine To-Do-Liste erstellen, die Raum für all meine anderen privaten Verpflichtungen zuließ. Als wir uns das zweite Mal trafen, war ich endlich an dem Punkt, an dem ich wusste, in welche Richtung ich gehen wollte und konnte mit Frau Kienles Hilfe mit der Entwicklung von Konzepten für meine ersten Seminare beginnen. Heute arbeite ich als „Mut Coach" und helfe anderen, diesen beängstigenden ersten Schritt zu tun und etwas Neues zu beginnen. Aber ohne Frau Kienles freundlichen und ermutigenden Geist hätte ich wahrscheinlich nicht den Mut gehabt, meinen Platz auf dem Markt zu finden. 
 
Bei der Kontaktstelle geht es um so viel mehr als nur darum, Frauen wieder in den Arbeitsmarkt zu bringen! Es geht darum, den Frauen das Selbstvertrauen zu vermitteln, das sie brauchen, um die unzähligen Pflichten, die zu unserem Leben gehören, auszubalancieren. Die Gesellschaft suggeriert uns, dass wir immer alles für alle sein müssen und das zerstört am Ende unser Selbstvertrauen und unser Selbstwertgefühl. Die Hilfe, die ich von Frau Kienle erhalten habe, war unglaublich wertvoll und ich hoffe, dass ich ihr in Zukunft etwas zurückgeben kann. Wir werden auf jeden Fall in Kontakt bleiben!

 
Keren Pickard, September 2020
Kontaktstelle Frau und Beruf Karlsruhe – Mittlerer Oberrhein
 

 

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