Finanziell auf eigenen Füßen stehen: Die bundesweite Aktionswoche 2026

Wirtschaftliche Eigenständigkeit ist das Fundament von Freiheit und Selbstbestimmung. Vor allem für Frauen. Eine bundesweite Aktionswoche des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend vermittelt das Thema bürgernah und gibt ihm durch Workshops, Online-Formate und lokale Aktionen ein Gesicht.

Wie kann es gelingen, in den verschiedenen Lebensphasen finanziell auf eigenen Füßen zu stehen und den eigenen Weg selbstbestimmt zu gehen? Unter dem Motto „Finanziell auf eigenen Füßen stehen“ rückt eine bundesweite Aktionswoche vom 15. bis 19. Juni 2026 das Thema wirtschaftliche Eigenständigkeit in den Mittelpunkt. Deutschlandweit machen Workshops, Online-Formate und lokale Aktionen darauf aufmerksam, dass die eigene wirtschaftliche Absicherung die Basis für gesellschaftliche Teilhabe und finanzielle Freiheit ist – in jeder Lebensphase.

Auch zahlreiche Veranstaltungen der Kontaktstellen Frau und Beruf sind im Aktionskalender der Länder gelistet.

Wirtschaftliche Eigenständigkeit: Worum geht es? 
Unter wirtschaftlicher Eigenständigkeit wird die Fähigkeit verstanden, den eigenen Lebensunterhalt dauerhaft und unabhängig von privater oder staatlicher Unterstützung selbst zu sichern – auch bei veränderten Lebensumständen wie Familiengründung, Erwerbsunterbrechungen oder im Ruhestand. Grundlage hierfür ist eine substanzielle Erwerbstätigkeit. 

Repräsentative Erhebungen zeigen, dass wirtschaftliche Eigenständigkeit fast allen Menschen in Deutschland wichtig oder sogar sehr wichtig ist. Das betrifft Männer und Frauen gleichermaßen. Wer wirtschaftlich eigenständig ist, kann sein Leben selbstbestimmt gestalten, ist besser abgesichert gegen ungewollte Abhängigkeiten in Partnerschaften und auch bei Umbrüchen wie Trennung, Krankheit oder im Alter sicher aufgestellt.

Doch Wunsch und Wirklichkeit liegen oft noch weit auseinander: Nur etwa die Hälfte der Menschen in Deutschland erreicht dieses Ziel tatsächlich - bei Müttern mit kleinen Kindern sind es sogar nur 28 Prozent. Aus Erhebungen ist bekannt, dass sich viele Menschen mehr Wissen darüber wünschen, wie sie wirtschaftliche Eigenständigkeit erreichen können. Mit der Aktionswoche „Finanziell auf eigenen Füßen stehen“ möchte das Bundesbildungs- und -familienministerium das ändern. Ziel der Aktionswoche ist es, das Thema bürgernah sichtbar zu machen, ökonomisches Wissen zu vermitteln und praktische Werkzeuge wie die "Lebenskarte" und den Lohn-O-Mat” flächendeckend zur Verfügung zu stellen.

 

Orientierungswissen als Kompass: Lebenskarte und Lohn-O-Mat

Die Website „Lebenskarte: orientieren, informieren, auf eigenen Füßen stehen“ bündelt anhand von acht Lebensstationen staatliche Informationen, Beratungsangebote und Online-Rechner, damit wichtige Entscheidungen rund um Einkommen, Absicherung und Altersvorsorge gut informiert getroffen werden.

Teil der Website ist der neue Erwerbseinkommensrechner „Lohn-O-Mat“. Dieses digitale Tool macht die finanziellen Folgen von Erwerbs- und Lebensentscheidungen erstmals auch im Paarkontext individuell berechenbar. Ob es um die partnerschaftliche Erwerbsarbeit, Steuerklassenwahl, Jobwechsel oder die Anpassung der Arbeitszeit geht: Der „Lohn-O-Mat“ zeigt, wie sich solche Entscheidungen auf das Einkommen und die Rente auswirken. So wird ökonomisches Wissen zum Kompass für informierte Entscheidungen. 

Die Angebote

Schon jetzt sind im Aktionskalender über 30 Mitmach- oder Informationsangebote von Verbänden, Kommunen, Unternehmen oder Initiativen eingetragen. Auch die Kontaktstellen Frau und Beruf Baden-Württemberg haben einige spannende Formate im Gepäck rund um finanzielle Eigenständigkeit. Der Kalender ist hier abrufbar.

Mehr Informationen zur Aktionswoche gibt es beim Bundesfamilienministerium.