#shegetsvisible – Das Intensiv-Coaching-Programm

(links nach rechts)

Stefanie Wolz
Beraterin und Projektleitung

Tabea Lerch
Teilnehmerin #shegetsvisible

Heike Denscheilmann
Teilnehmerin #shegetsvisible

Mit dem eigenen Unternehmen und Angebot sichtbar(er) werden – das wünschen sich wohl alle Existenzgründerinnen, Unternehmerinnen und Selbstständige. Weil das aber nicht so einfach ist, hat die Kontaktstelle Frau und Beruf Ludwigsburg - Region Stuttgart ein Intensiv-Coaching-Programm für genau diese Zielgruppe gestartet.

„Unser Ziel ist es, die Sichtbarkeit der Frauen als Selbstständige und Unternehmerinnen zu erhöhen. Deshalb geht es im ersten Themenblock des 10-wöchigen Programms #shegetsvisible um die eigene Positionierung: Wer bist du und was ist dein Angebot? fragen wir die Teilnehmerinnen zu Beginn“, erklärt die Beraterin und Projektleiterin der Kontaktstelle Stefanie Wolz, die die wöchentlichen Treffen moderiert. „Der zweite Themenblock dreht sich um das Thema Ziele. Die Frauen haben Gelegenheit, herauszufinden, wie sie Ziele finden und formulieren, die wirklich weiterhelfen. Dann sammeln wir Ideen, wie und wo sie tatsächlich sichtbarer werden können. Im dritten Themenblock gehen die Teilnehmerinnen in die Umsetzung. Wir klären, wie sie anfangen und was sie wann tun. Hier geht es auch um das Thema, welche Hindernisse auftreten können. Meine Unterstützung und der gegenseitige Support in der Gruppe führen dazu, dass sie gemeinsam durchstarten!“

Ein attraktives Programm, eine inspirierende Gruppe

„Mich hat das Programm „she gets visible“ gleich sehr angesprochen, vor allem das >visible<“, betont Tabea Lerch. Die 35-Jährige hat als Texterin und Lektorin gearbeitet, bis sie vor drei Jahren (gemeinsam mit zwei anderen Frauen) das Online-Stadtmagazin „Hallo Ludwigsburg“ gründete. „Mit unserem Stadtmagazin sind wir einer bestimmten Community bekannt, die digital aktiv ist, weil wir auf Instagram, Facebook und Pinterest präsent sind. Aber viele Menschen aus der Region Ludwigsburg kannten uns bisher nicht. Das wollte ich ändern! Außerdem hat mich das Netzwerken angesprochen. Ich bin auch sehr interessiert an einem Austausch mit anderen Unternehmerinnen, die – wie ich – kleine Kinder haben“, ergänzt die Ludwigsburgerin.

„Das Netzwerken ist ein wichtiger Teil von #shegetsvisible“, bestätigen Beraterin Stefanie Wolz und zwei weitere Teilnehmerinnen.
Heike Denscheilmann erfuhr von #shegetsvisible in einer LinkedIn Gruppe für Gründerinnen und dachte sofort „Das klingt spannend! Vor allem, mit Frauen aus ganz unterschiedlichen Branchen zu den Fragen der einzelnen Themenblöcke zu arbeiten hat mich interessiert.“
Deshalb reichte die 41-jährige bei der Kontaktstelle ein Bewerbungsschreiben für das Programm ein. „Ich fand es sehr gut, dass Stefanie Wolz mit jeder von uns ein Bewerbungsgespräch geführt und gefragt hat, was wir uns vorstellen. So konnte sie eine Gruppe zusammenstellen, die gut zueinander gepasst hat!“

Heike Denscheilmann ist im Nebenberuf selbstständig als Künstlerin, außerdem gestaltet sie Schmuck. „Zuerst hatte ich Bedenken, ob ich als >bunte Kreative< überhaupt ins Programm passe. Doch diese Befürchtungen haben sich als völlig grundlos erwiesen. Obwohl ich als einzige der Teilnehmerinnen nur nebenberuflich selbstständig bin, konnten wir uns alle gegenseitig sehr gut unterstützen. Für mich war die gegenseitige Motivation superwichtig“, erzählt sie. „Es ist etwas völlig anderes, als mit Freundinnen oder der Familie über das Business zu sprechen. In der Gruppe haben wir ähnliche Erfahrungen geteilt, manche hatten vielleicht schon eine Lösung zu einem bestimmten Thema. Oder die anderen haben konkrete Rückfragen gestellt. So einen Austausch hat man sonst im Alltag einfach nicht. Das hat mir beim >Vorwärtsdenken< sehr geholfen.“

Antworten finden mit Methode

Teilnehmerin Carolin Semmler-Böe ergänzt: „Unsere Gruppe war sehr gemischt, manche wussten noch nicht, mit was sie sich selbstständig machen möchten, andere fragten sich, ob sie das überhaupt tun sollten. Deshalb gab es einen Strauß von Fragen, Antworten und Möglichkeiten, der mir präsentiert wurde. Stefanie Wolz von der Kontaktstelle hatte dazu verschiedene Methoden im Gepäck. Die haben mir sehr geholfen! Überhaupt war das Programm eine Einladung zur Selbstreflektion: Wo brennt mein Feuer? Welche Werte sind mir wichtig? Wo liegt die Schnittmenge meiner Wunschkund:innen und meines Angebotes?“ resümiert die Rechtsanwältin. Sie war zuvor nebenberuflich selbständig und wollte sich hauptberuflich selbständig machen. Eine Nachbarin machte sie dann auf das Angebot der Kontaktstelle Frau und Beruf aufmerksam. Carolin Semmler-Böe dachte sich, dass es gut wäre, eine Begleitung zu haben. Denn es gibt viele Rechtsgebiete und sie musste für sich zunächst klären, wo sie ihren eigenen Schwerpunkt setzen und wie sie damit nach außen gehen möchte.

Die Teilnehmerinnen bearbeiteten pro Sitzung ein Thema: zuerst stellten sie sich vor, definierten dann ihre Ziele, schrieben ihre Werte auf und auch, in welcher „Mission“ sie unterwegs sind.
„Danach haben wir unsere Wunschkunden identifiziert und eine Vision entwickelt. Es ging auch darum, sich zu fragen, was hindert mich daran, meine Ziele zu erreichen?“, führt Tabea Lerch aus. „#shegetsvisible war auch in dieser Hinsicht sehr hilfreich. Meine Bilanz: Wir haben sehr viel Input bekommen, diesen muss natürlich jede Einzelne selber umsetzen. Ich habe einen Schub Mut und Selbstvertrauen mitgenommen, das Programm hat mich auf jeden Fall vorangebracht, ich bin sehr froh, dass ich mitgemacht habe!“

Vom Input zur Umsetzung

Bei den Themen-Treffen entdeckte Heike Denscheilmann auch verschiedene unternehmerische Instrumente für sich. So setzt sie nun beispielsweise einen Newsletter auf. „Wir haben uns außerdem angeschaut, welche Social Media-Kanäle für wen überhaupt Sinn machen. Ich habe viele Tools kennengelernt und ganz besonders wichtig war für mich der Themenbereich zur Zielgruppenanalyse. Wer ist meine Zielgruppe und was möchte sie?

Dazu haben wir in 2er Teams gearbeitet, mit einer anderen Teilnehmerin als >Sparring Partnerin<. So konnte ich meinen Horizont zur Kundenansprache sehr erweitern. Außerdem habe ich nochmal besser gelernt, welche Faktoren noch wichtig sind, um meine Bilder und meinen Schmuck gut zu verkaufen – außer natürlich, dass sie Unikate und schön sind. Zum Beispiel: Wie stabil und aus welchem Material ist mein Schmuck, welche Größe hat ein Bild, in welchen Kontexten präsentiere ich meine Arbeiten. All diese Dinge sind Verkaufsfaktoren und das fand ich superspannend. Und auch, dass es nicht nur darum geht, immer wieder neue Kundinnen und Kunden zu gewinnen, sondern die Bestehenden zu binden. Das war gerade während der Pandemie sehr wichtig für mich.“

Carolin Semmler-Böe geht ebenfalls mit konkreten Ergebnissen aus dem Programm: „Für mich haben sich drei Schwerpunkte herauskristallisiert: Miet- und Immobilienrecht, Vorsorgerecht und Mediation. Mir hat diese Gruppe sehr geholfen, dieses Gefühl, dass wir gemeinsam unterwegs sind. Auch die Hausaufgaben setzen einen Prozess in Gang. So habe ich gelernt, mein Profil zu schärfen und nach außen zu präsentieren. Wir mussten unser Angebot der Gruppe vortragen, haben dann ein Feedback bekommen. Stefanie Wolz hat die Treffen jedes Mal gut strukturiert, etwas vorgetragen, Inputs gegeben, uns auch in Break out Sessions eingeteilt und uns immer Hausaufgaben mit auf den Weg gegeben. Ich habe darüber hinaus schöne Kontakte geknüpft – mit einer der Teilnehmerinnen gestalte ich jetzt zum Beispiel meine Homepage. Die Kontaktstelle hat aus dem Programm eine Alumni Gruppe gegründet, Stefanie Wolz hat uns da auch nochmal unterstützt. Insgesamt war #shegetsvisible also eine runde Sache!“


Haben wir Ihr Interesse geweckt? Weitere Informationen zum Programm finden Sie auf der Webseite der Kontaktstelle Ludwigsburg - Region Stuttgart.

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