Als Frau Kozue Maldener im Jahr 2022 zur Beratung in die Kontaktstelle Frau und Beruf Nordschwarzwald in Pforzheim kam, spürte sie einen inneren Drang nach Veränderung. Rückblickend beschreibt sie ihre damalige Situation als „eher orientierungslos“.
Die in Japan ausgebildete Germanistin und dreifache Mutter arbeitete zu der Zeit als selbstständige Japanischlehrerin – eine Tätigkeit, die ihrem Berufswunsch aus Kindheit entsprach, jedoch ihr Leben nicht ausfüllte. Die Jüngste war gerade auf eine weiterführende Schule gekommen, plötzlich klaffte eine Leere in ihr. Was kann man tun, wenn man Anfang 40 ist, eine Familie hat, aber keine Vorzeigekarriere?
Da fielen ihr wieder die Anzeigen der Kontaktstelle Frau und Beruf ein, mit dem Foto der sympathischen Ansprechpartnerinnen. „Warum eigentlich nicht? Ich habe nichts zu verlieren“, so fasste sie Mut und schrieb gleich eine E-Mail. Bereits am Tag nach ihrer Anfrage fand das Beratungsgespräch statt.
Ein Wendepunkt – beruflich und persönlich
„Die Beratung war sehr niederschwellig und hilfreich“, erinnert sie sich, „ganz klar eine entscheidende Weichenstellung für meinen weiteren beruflichen Weg“. Denn vor dem Termin war sie unsicher, welche beruflichen Möglichkeiten für sie infrage kämen und wo genau ihre Stärken liegen.
Die Gespräche in der Kontaktstelle eröffneten ihr neue Perspektiven und machten ihr den Rücken stark. „Alleine wäre ich niemals auf die Idee gekommen, mich auf einen Job im Bereich Projektmanagement zu bewerben. Die Beratung hat mir wortwörtlich die Augen geöffnet.“
Neuer Job im Projektmanagement
Motiviert startete Frau Maldener in die Bewerbungsphase. Bereits nach wenigen Wochen gelang der berufliche Neustart: Sie fand eine Stelle im Projektmanagement bei Steinbeis Zentren Unternehmensentwicklung an der Hochschule GmbH (heute: SIE GmbH), bei der sie ihre persönlichen Erfahrungen und Stärken optimal einbringen kann.
Ihr Rat an andere Frauen: „Einfach hingehen!“
Auf die Frage, ob sie die Kontaktstelle weiterempfehlen würde, antwortete sie: „Ganz klar ja! Schon die Tatsache, dass jemand mir ohne Vorurteile zugehört und mich ernstgenommen hat, hat mir sehr gutgetan. Gerade als Mutter habe ich über Jahre meine Fähigkeiten in Organisation weiter ausgebaut. So etwas steht zwar nirgendwo im Lebenslauf und wird nicht vergütet, dennoch darf und soll man das nicht unterschätzen. Das wurde mir im Laufe der Beratung immer klarer und schenkte mir ein neues Selbstbewusstsein.“
Damit steht Frau Maldener stellvertretend für viele Frauen, die mit unserer Unterstützung ihren eigenen erfolgreichen Weg gehen.
Besonders Frauen, die nicht wissen, wo sie anfangen sollen oder das Gefühl haben, auf der Stelle zu treten, möchte sie ermutigen: „Nicht zögern - anrufen, E-Mail schreiben, Termin vereinbaren und einfach hingehen!“
Die Geschichte von Frau Maldener zeigt eindrücklich, wie wertvoll eine individuelle, wertschätzende Beratung sein kann – gerade in Phasen beruflicher Neuorientierung. Die Kontaktstelle Frau und Beruf Nordschwarzwald begleitet Frauen dabei, ihre Stärken (neu) zu erkennen, Perspektiven zu entwickeln und mutige Schritte zu gehen. So entstehen neue Wege – beruflich wie persönlich.