Friederike Keitel
"Durch die Kontaktstelle habe ich mein Potential erkannt"

Was können Sie? Was mögen Sie? Solche Fragen hat mir die Beraterin der Kontaktstelle Nordschwarzwald gestellt. Das klingt vielleicht banal, ist es aber überhaupt nicht!

Denn als sich die 47-Jährige beruflich völlig neu orientieren wollte, musste sie sich erst einmal sortieren.
Ursprünglich hatte Friederike Keitel fremdsprachliche Direktionsassistentin gelernt, sich bei ihren anschließenden Tätigkeiten in Investmentbanken aber kontinuierlich weiterentwickelt. "Ich habe in Frankfurt und Moskau gearbeitet und schon bald eigene Projekte geleitet. Als sogenannter "business manager" war ich eine Art Schaltstelle zwischen den Bänker*innen und der restlichen Struktur des Geldinstitutes. Ich habe mir alles durch "Learning by Doing" angeeignet".


Ihr Ehemann wurde mehrfach versetzt, Friederike Keitel ging mit. Zuletzt machte sie Projektmanagement in einem kleinen Start-Up-Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien. "Da hatte ich eine lange Anreise, denn wir wohnen inzwischen auf dem Land. Als sich herauskristallisierte, dass mein Arbeitgeber den Standort schließen würde, beschloss ich, mich beruflich komplett zu verändern."

Die Orientierungsphase

Die folgende Arbeitslosigkeit empfand Friederike Keitel als sehr zermürbend. Sie schrieb Bewerbungen. "Aber auch wenn ich eine Stellenanzeige gelesen habe und dachte `Ja, das kann ich`, wusste ich doch immer, dass es das irgendwie nicht ist, dass ich nicht glücklich damit sein würde."
Für Friederike Keitel ist grundlegend wichtig, dass ihr ihre Arbeit Freude macht!
Außerdem kämpfte sie mit der traditionell konservativen Haltung vieler Unternehmen. "Mein Werdegang ohne weitere formalen Abschlüsse war schwierig. Meine Schwester aus Niedersachsen hat mir dann die Beratungen von Frau und Beruf empfohlen. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt."
So landete Friederike Keitel in der Kontaktstelle Nordschwarzwald. "Die Beraterin dort hat mir sehr geholfen, vor allem hat sie mich dabei unterstützt, herauszufinden, welche Kompetenzen ich mitbringe. Das musste ich mir erst mal selber vor Augen führen, denn vieles war mir einfach selbstverständlich."

Der Neubeginn

Friederike Keitel wurde klar, dass sie die Fähigkeit besitzt, zu kommunizieren, gut organisieren kann, ein Teamplayer ist, aber auch selbstständig.

Auch ihre Bewerbungsunterlagen überarbeitete Friederike Keitel, nahm gerne alle Ratschläge dazu an. Insgeheim dachte sie "So einen coolen Job wie die Beraterinnen hätte ich auch gerne!"
Nach einem dreiviertel Jahr Arbeitslosigkeit begann sie, sich große Sorgen um ihre Zukunft zu machen. Doch dann legte ihr die Agentur für Arbeit eine Stellenanzeige auf den Tisch, die ihr Herz höherschlagen ließ. Friederike Keitel bewarb sich, gestärkt durch die Tipps der Kontaktstelle, und bekam den Job innerhalb von sechs Tagen. Bei ihrem neuen Arbeitgeber begleitet sie Projekte in den Bereichen Berufsorientierung und Karrieren von Frauen.
"Gerade hatte ich mir noch einen Job wie den der Kontaktstellenberaterin gewünscht und nun kann ich meine Fähigkeiten gezielt für die berufliche Entwicklung von Frauen einsetzen - darüber bin ich sehr glücklich!"

Kontaktstelle Nordschwarzwald, Oktober 2017

Portrait von Friederike Keitel, die eine Frau mit Brille und dunkelblonden schulterlangen Haaren ist

Friederike Keitel

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